Selbstversuch: Chia

 - by silke

chia samen

chia-gel

chia gel

chia fresca

Wer das Buch Born to Run gelesen hat, weiss, dass die “Helden” des Buches, die Tarahumara, sich von einigen wenigen Grundnahrungsmitteln ernähren. Dazu gehört neben Mais auch Chia in unterschiedlichen Formen. Experimentierfreudig wie ich bin, habe ich  mir die Chia-Samen gleich bei einem Online-Auktionator bestellt, um dieses power food zu testen.

Die Chia-Samen erinnern mich an die Samen von Kiwi, sind geschmacklos, haben es aber in sich, glaubt man den Nährwertangaben und deren Interpretation.

Chia-Samen kann unverarbeitet oder als Chia-Gel weiter verwendet werden. Mein erstes Experiment ist die Herstellung von Chia-Gel: dazu werden Chia-Samen mit Wasser im Verhältnis 1:6 bis 1:10 gemischt. Auf verschiedenen Websites kann man lesen, dass es wichtig ist, zuerst das Wasser in das Gefäss zu tun und dann erst die Chia-Samen hinzuzufügen. Ich habe mit der umgekehrten Methode keine schlechten Erfahrungen gemacht. Die Mischung lässt man mindestens 20 Minuten stehen und rührt in diesem Zeitraum einmal um. In diesem Zeitraum gelieren die Chia-Samen und die vorher flüssige Mischung bekommt eine Konsistenz wie Gelee. Das Chia-Gel kann nun weiter verwendet werden.

Chia Fresca ist das berühmte Getränk der Tarahumara. Dazu mischt man das Chia-Gel (ich habe zwei Teelöffel voll genommen) mit Wasser, Zitronensaft und nach Wunsch mit Süssungsmittel – fertig ist ein Erfrischungsgetränk, genau richtig für diese sommerlichen Temperaturen.

Chia-Samen habe ich ausserdem noch

  • mit zerdrückten Beeren verwendet: heraus kommt eine rote Grütze, die man nicht kochen braucht.
  • in meinem morgendlichen Getreidebrei gemischt.

Fazit: Chi-Samen lassen sich vielseitig verwenden, beeinträchtigen die bekannten Gerichte geschmacklich nicht und scheinen eine positive Auswirkung auf die Ernährung zu haben.

Habt ihr Chia auch schon probiert?