Im Schnee gestartet …

 - by silke

… bin ich zur ersten Etappe meines Bodenseeprojektes im Rahmen von der Tour über den Tellerrand.

Heute zur zweiten Etappe meinte das Wetter es gut mit mir. Los geht es  mit dem Bus von zuhause bei 14° C, um den Startpunkt für die zweite Etappe, die Fürstenlandbrücke in St. Gallen, zu erreichen.  Die Vulkanasche macht ja keine Probleme mehr und so komme ich ohne Verspätung an meinem Startpunkt an. ;-)

Erst mal alle überflüssigen Klamotten ausgezogen, meinen Forerunner “genordet” und los geht es die ersten paar Hundert Meter an der Strasse entlang, bevor ich auf den Sitterstrandweg abbiegen kann, der mich ein paar Höhenmeter abwärts an die Sitter führt. Ich werde nicht nur ein Stück auf dem Sitterstrandweg, sondern auch  auf dem St. Galler Brückenweg laufen.

Und jetzt endlich kann ich wie andere Blogger auch von Frühlingsboten berichten: Wiesenschaumkraut, blühender Löwenzahn, hellgrüne Blättchen an den Weiden und mit weissen Schleiern geschmückte Obstbäume. Wie schön …

An der “Ganggelibrogg” angekommen mache ich meine ersten Versuche, mich laufend per Selbstauslöser zu knippsen: garnicht so schlecht.

Meine Etappe heute ist wirklich schön zu laufen, profiliert, aber sehr ruhig. Die Sitter fliesst still neben mir her. Auf den gesamten 12+ km begegnen mir lediglich drei Personen: eine mit Kind, eine mit Hund und ein Läufer, die sich heute sehr untypisch verhalten. Normalerweise hätte ich dreimal ein “Grüezi” erwartet, bekommen habe ich nur eines.

Mehrmals komme ich an Schiessständen vorbei: das erscheint mir typisch “schweizerisch” und ich muss an den Frauenfelder Waffenmarsch denken. Gibt es sowas in Deutschland eigentlich auch?

Über einige Höhenmeter verlasse ich die Sitter und hier ändert sich die Landschaft. Ich kann über Wiesen-Wellen in Richtung Bodensee schauen und erfreue mich an der Thurgauer Architektur. Noch etwas typisch schweizerisches entdecke ich: ein Schild zu einer Schweizer Familien Feuerstelle: das sind gepflegte, schön gelegene Feuerstellen, an denen sogar das Holz von der Gemeinde zum Grillen zur Verfügung gestellt wird.

Nach kurzer Strecke durchs Dorf und über Asphalt komme ich am Bahnhof Wittenbach, meinem Ziel, an.

Das war ein schöner Lauf. Allerdings hat mich meine Ausrüstung beim Laufen erheblich gestört. Nicht der Rucksack mit Wasser und Ersatzklamotten etc, sondern mein Bauchbeutel mit Kamera und GPS für die Navigation. Für das nächste Mal muss ich das anders organisieren. Auch das Fotografieren empfinde ich als “Unterbrechung” meines Laufes, als fast lästiges Stop-and-Go. Daran muss ich mich erst gewöhnen.

Gerne hätte ich wie beim letzten Gardasee-Artikel die gpx-Dateien und ein Streckenbild zur Verfügung gestellt. Ich befürchte mein Forerunner ist kaputt. Zumindest fehlen die gpx-Daten und die Knöpfe des bl… Dings reagieren nicht mehr auf meine Eingabe. So ein Sch….

Aber hier noch etwas erfreuliches: die Tour im Bild findet ihr hier.

Nachtrag: und hier noch die rekonstruierte Tour als Strecke, Profil, in GoogleMaps, als kmz und gpx.

Quelle für Karten: Swiss Map