Month: August 2009

Auf dem Kungsleden: Von Abisko nach Vakkotavare

 - by silke

postkarte kungsleden naturfoto.se

Quelle Postkarte Kungsleden: www.naturfoto.se

Ja, es ist schon mehr als eine Woche her, dass unser Urlaub vorbei ist und da ihr alle schon gespannt auf unsere Kungsleden-Photos wartet, hier einen Kurzartikel zu unserem Trekkingurlaub und natürlich der Link zu unserer Kungsleden-Photo-Gallery.

Die Fakten

Trekkingtour vom 01.08. – 06.08.2009
1. Etappe: 21,8 km – 474 hm – 06:12 h Gehzeit
2. Etappe: 18,8 km – 300 hm – 05:23 h Gehzeit
3. Etappe: 21,6 km – 498 hm – 07:22 h Gehzeit
4. Etappe: 17,2 km – 293 hm – 05:06 h Gehzeit
5. Etappe: 23,6 km – 662 hm – 07:29 h Gehzeit
6. Etappe: 10,0 km – 196 hm – 03:05 h Gehzeit
Gesamt: 113 km – 2423 hm – 34:37 h Gehzeit

Das Besondere

Für mich war das Besondere an der Trekkingtour natürlich das Naturerlebnis. Den ganzen Tag draussen zu sein, von einem herrlichen Panorama umgeben, tut der Seele richtig gut. Auch wenn die Strecke eintönige Abschnitte aufweist, ist die Kombination aus Weite, Wald und Wasser etwas sehr Schönes. Wir waren alle sehr stolz darauf, was wir mit eigener Muskelkraft erreichen konnten. Denn für alle von uns war es die erste Trekkingtour mit diesem Zuschnitt überhaupt.

Das Wetter

Besseres Wetter hätten wir uns für unsere Tour nicht wünschen können: Sonne ohne Ende. Auch wenn das Thermometer morgens zwischen 8 und 10 Grad zeigte, war uns nie richtig kalt. Mittags stieg die Temperatur auf um die 20 Grad: herrliches Wanderwetter! Auch abends war es noch warm genug, dass wir draussen sitzen und unser Nachtmahl verspeisen konnten.

Die Beschwerden

Ich schätze dass ich täglich ca. 3 Stunden beschwerdefrei wandern konnten. Danach taten meine Füsse zunehmend weh, an den Tagen mit langen Etappen bin ich die letzten 1,5 bis 2 Stunden mit stark schmerzenden Füssen gewandert. Volker hatte zum Ende der Wanderung mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen und Franziska war durch schmerzende Knie beeinträchtigt.

An zwei Tagen mussten wir uns mit schlimmen Mückenschwärmen rumschlagen. Beim Rasten konnten wir uns mit einem Feuer dagegen wehren bzw. mussten uns ins Zelt zurück ziehen. Am letzten Tag zogen die Mückenschwärme über Kilometer mit uns mit, was besonders das Atmen bei den Anstiegen erschwerte.

Das hat mir nicht gefehlt

Vor der Tour waren wir uns eigentlich alle einig, dass uns besonders die Dusche am Abend fehlen würde. Überraschenderweise war das garnicht so. Ein erfrischendes Kurzbad unterwegs wenn möglich und abends gründliches Waschen am Fluss fand ich durchaus ausreichend, um mich frisch und sauber zu fühlen.

Das würde ich anders machen

Für eine so lange und so schöne Strecke würde ich mir beim nächsten Mal mehr Zeit lassen. Am Ansehen der Photos hatte ich stark das Gefühl, dass wir uns für viele schöne Stellen nicht richtig Zeit nehmen und geniessen konnten.

Ich würde auf jeden Fall Gewicht im Rucksack reduzieren. Auf der Strecke, die wir gewandert sind, war es in allen Hütten möglich, Trekkingmahlzeiten und anderes zu kaufen.

Für Touren in Skandinavien würde ich nächstes Mal ein Mückennetz für den Kopf und für jede Person einen Anti-Mücken-Stift mitnehmen.

Nach der Trekkingtour würde ich beim nächsten Mal nicht sofort an einen anderen Ort fahren, sondern noch ein oder zwei Tage in der Gegend bleiben, um die Eindrücke verinnerlichen zu können.

Das Fazit

Die Trekkingtour hat mir trotz aller Anstregungen so gut gefallen, dass ich am liebsten sofort wieder los laufen würde. :-)