Category:Reisen’

Sommerfrische

 - by silke

Endich ist es soweit: ich habe Urlaub. Die nächsten Wochen wird es hier in meinem Blog still werden, aber zurück aus dem Urlaub werde ich von meinen Erlebnissen berichten.

Run2Cache in Salzburg

 - by silke

Der Besuch einer Konferenz gibt mir die Möglichkeit, einmal an der Salzach zu laufen. Vorbereitet habe ich eine Run2Cache-Tour, die mir auf 11 km vier Caches bieten soll. Frühzeitig bin ich am Konferenzort angereist, habe mir gleich mein Laufdress angezogen und los ging es. Die Temperaturen ein bisschen zu warm für meinen Geschmack, aber wer wird schon meckern, wenn wir seit Wochen endlich mal wieder einen richtigen Sommertag haben.

Nachdem ich ca 1 km durch ein Wohngebiet gelaufen bin, komme ich an der Salzach an, deren Farbe durch die Regenfälle schlammbraun ist und nichs vom sonstigen geheimnisvollen türkisen Funkeln an sich hat. An der Salzach entlang sind viele Touristen-Muggels unterwegs, zu Fuss, per Rad … jetzt sollte eigentlich bald mein erster Cache zu finden sein. Oweh … die Batterien haben den Geist aufgegeben. So ein Mist … Naja, ärgern nutzt jetzt auch nichts mehr, also weiter laufen und geniessen …

Aus der Run2Cache-Tour wurde ein 10-km-Lauf im potentiellen HM-Tempo. Das war super und es blieb kein Bedauern über die nicht-gefundenen Caches zurück. Mit den vielen Touri-Muggeln wäre das Cachen sowieso mühsam geworden. Ein anderes Mal dann wieder.

Bildquelle Kartenausschnitt: topo.openstreetmap.de

Sitter-Thur-Flossrennen

 - by silke

Jedes Jahr findet im Mai am Muttertag das Sitter-Thur-Flossrennen statt. Startpunkt ist Degenau bei Bischofszell und das Ziel liegt in Kradolf. Bisher haben wir es nie geschafft, das Spektakel anzusehen. Sei es, weil das Wetter zu schlecht war, wir andere Pläne hatten oder es einfach verschwitzt haben …

Das war dieses Jahr anders: ganz spontan haben wir uns entschlossen, an die Sitter zu fahren. Über den Lageplan haben wir uns ein vermeintlich gutes Plätzchen ausgesucht, auch gefunden und dann … haben wir erst einmal gewartet. Die “Rennklasse” war schon den Fluss hinunter geschwommen. Jetzt hiess es warten auf die “Originalitätsklasse” und die “Plauschklasse”. Der “Moderator” hielt uns derweil auf dem Laufenden: mehrere Dutzend Flösse sind bei diesem Rennen gestartet. Die längsten Flösse sind Doppelflösse und mehr als 12 Meter lang und schwerer als 2 Tonnen. Die Spannung bei uns stieg und stieg. Wann werden die ersten Flösse endlich zu sehen sein?

Und dann kamen sie: das erste Floss noch ein wenig ungeschickt, blieb im Durchgang des Wehrs hängen. Aber mit vereinten Kräften der Helfer konnte es unter dem Jubel der Zuschauer die kleine Stromschnelle hinunter fahren. Das nächste Dutzend Flösse war eines origineller als das andere. Gesehen haben wir Rosenkavaliere, eine Grillhütte, Barbapapa, Wiki & die starken Männer, Pinocchio und und und … Wir haben einen richtig guten Platz in der ersten Reihe mit viel Action erwischt.

Es hat grossen Spass gemacht zuzusehen und war ein echtes Highlight für unseren Sonntag. Für die Daheimgebliebenen hier ein paar Fotos.

Am 16.05.2010 können sich Interessierte in der Sendung Treffpunkt auf SWR um 18.45 Uhr die Highlights des Flossrennens ansehen.

Laufen am Gardasee

 - by silke

Viel zu schnell ist unsere Woche am Gardasee vorbei gegangen. Wie letztes Jahr hatten wir auch diesmal herrliches Frühlingswetter mit viel Sonne und warmen Temperaturen. Das tolle Wetter haben wir für etliche Sporteinheiten genutzt: biken und laufen.

Von Peschiera del Garda aus gibt es mindestens drei gute Laufstrecken: eine kurze und zwei (fast beliebig) lange.

Strecke 1 (Peschiera del Garda > San Benedetto: 2,6 km)

Eine gute Strecke für morgens oder abends direkt am See entlang. Start am Hafen in Peschiera (Parkmöglichkeiten in der Nähe) oder an einem beliebigen Punkt an der Strecke. Bei klarem Wetter wunderschöner Blick über den See bis hin zum Monte Baldo. Tagsüber empfehle ich die Strecke nicht: zu viele Spaziergänger unterwegs. Download gpx-file

Strecke 2 (Peschiera del Garda > Ponte Visconteo: 13.3 km)

Eine sehr schöne Strecke entlang dem Fluss Mincio mit vielen interessanten Ausblicken. Erwähnt sei nur das türkis- bis petrol-farbene Flusswasser und die pittoreske Burg. Die Strecke lässt sich fast beliebig verlängern, sogar eine Marathondistanz ist möglich. Parkmöglichkeiten sind sowohl in Peschiera als auch an der Ponte Visconteo vorhanden. Es ist auch möglich auf einer Flussseite hin und auf der anderen zurück zu laufen. Mit Spaziergängern und Fahrradfahrern muss man rechnen. An Wochentagen ist aber genügend Platz für alle.  Download gpx-file

Strecke 3 (Peschiera del Garda > Lazise: 9,3 km)

Start dieser Strecke ist der Hafen von Peschiera del Garda. Hält man sich immer am Wasser und läuft Richtung östliches Seeufer kann man den Einstieg nicht verfehlen. Ich bin die Strecke nur ein kurzes Stück bis zum öffentlichen See-Fussgängerweg gelaufen. Bis Lazise bietet die Strecke 9 km, ist aber weiter nach Bardolino verlängerbar. Viele Spaziergänger. Deswegen vielleicht nicht die erste Wahl für einen Lauf am Wochenende. Download gpx-file

Bildquelle: alle Karten sind Screenshots der Open Street Map Wanderkarte, die verlinkten Bilder/Videos stehen auf http://commons.wikimedia.org bzw. http://youtube.com zur Verfügung

Auf dem Kungsleden: Von Abisko nach Vakkotavare

 - by silke

postkarte kungsleden naturfoto.se

Quelle Postkarte Kungsleden: www.naturfoto.se

Ja, es ist schon mehr als eine Woche her, dass unser Urlaub vorbei ist und da ihr alle schon gespannt auf unsere Kungsleden-Photos wartet, hier einen Kurzartikel zu unserem Trekkingurlaub und natürlich der Link zu unserer Kungsleden-Photo-Gallery.

Die Fakten

Trekkingtour vom 01.08. – 06.08.2009
1. Etappe: 21,8 km – 474 hm – 06:12 h Gehzeit
2. Etappe: 18,8 km – 300 hm – 05:23 h Gehzeit
3. Etappe: 21,6 km – 498 hm – 07:22 h Gehzeit
4. Etappe: 17,2 km – 293 hm – 05:06 h Gehzeit
5. Etappe: 23,6 km – 662 hm – 07:29 h Gehzeit
6. Etappe: 10,0 km – 196 hm – 03:05 h Gehzeit
Gesamt: 113 km – 2423 hm – 34:37 h Gehzeit

Das Besondere

Für mich war das Besondere an der Trekkingtour natürlich das Naturerlebnis. Den ganzen Tag draussen zu sein, von einem herrlichen Panorama umgeben, tut der Seele richtig gut. Auch wenn die Strecke eintönige Abschnitte aufweist, ist die Kombination aus Weite, Wald und Wasser etwas sehr Schönes. Wir waren alle sehr stolz darauf, was wir mit eigener Muskelkraft erreichen konnten. Denn für alle von uns war es die erste Trekkingtour mit diesem Zuschnitt überhaupt.

Das Wetter

Besseres Wetter hätten wir uns für unsere Tour nicht wünschen können: Sonne ohne Ende. Auch wenn das Thermometer morgens zwischen 8 und 10 Grad zeigte, war uns nie richtig kalt. Mittags stieg die Temperatur auf um die 20 Grad: herrliches Wanderwetter! Auch abends war es noch warm genug, dass wir draussen sitzen und unser Nachtmahl verspeisen konnten.

Die Beschwerden

Ich schätze dass ich täglich ca. 3 Stunden beschwerdefrei wandern konnten. Danach taten meine Füsse zunehmend weh, an den Tagen mit langen Etappen bin ich die letzten 1,5 bis 2 Stunden mit stark schmerzenden Füssen gewandert. Volker hatte zum Ende der Wanderung mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen und Franziska war durch schmerzende Knie beeinträchtigt.

An zwei Tagen mussten wir uns mit schlimmen Mückenschwärmen rumschlagen. Beim Rasten konnten wir uns mit einem Feuer dagegen wehren bzw. mussten uns ins Zelt zurück ziehen. Am letzten Tag zogen die Mückenschwärme über Kilometer mit uns mit, was besonders das Atmen bei den Anstiegen erschwerte.

Das hat mir nicht gefehlt

Vor der Tour waren wir uns eigentlich alle einig, dass uns besonders die Dusche am Abend fehlen würde. Überraschenderweise war das garnicht so. Ein erfrischendes Kurzbad unterwegs wenn möglich und abends gründliches Waschen am Fluss fand ich durchaus ausreichend, um mich frisch und sauber zu fühlen.

Das würde ich anders machen

Für eine so lange und so schöne Strecke würde ich mir beim nächsten Mal mehr Zeit lassen. Am Ansehen der Photos hatte ich stark das Gefühl, dass wir uns für viele schöne Stellen nicht richtig Zeit nehmen und geniessen konnten.

Ich würde auf jeden Fall Gewicht im Rucksack reduzieren. Auf der Strecke, die wir gewandert sind, war es in allen Hütten möglich, Trekkingmahlzeiten und anderes zu kaufen.

Für Touren in Skandinavien würde ich nächstes Mal ein Mückennetz für den Kopf und für jede Person einen Anti-Mücken-Stift mitnehmen.

Nach der Trekkingtour würde ich beim nächsten Mal nicht sofort an einen anderen Ort fahren, sondern noch ein oder zwei Tage in der Gegend bleiben, um die Eindrücke verinnerlichen zu können.

Das Fazit

Die Trekkingtour hat mir trotz aller Anstregungen so gut gefallen, dass ich am liebsten sofort wieder los laufen würde. :-)