Category:Laufen’

Bodensee-Frauenlauf

 - by silke

Letztes Wochenende stand mein zweiter Wettkampf an: 5 km beim Bodensee-Frauenlauf. Der Wettkampf kam ein bisschen schnell nach dem Frauenlauf in Bern, aber da die Anreise kurz ist und der Wettkampf das erste Mal statt findet, wollte ich auf jeden Fall mitlaufen.

Mein Resümee: der Lauf war leidert nicht so toll wie der Berner Frauenlauf und das hatte hauptsächlich zwei Gründe: das Wetter war einfach schlecht mit Regen und weniger als 10° C und die Erfahrung in der Organisation hat gefehlt: bspw. wurden die Läuferinnen zwei Stunden vor dem Lauf einbestellt, um die Startnummern abzuholen. Bei gutem Wetter mag es schön sein, am See noch zu relaxen. Aber bei Regen und Kälte ohne angenehme Räume, in denen man sich bis zum Lauf aufhalten kann, war das überhaupt nicht toll.

Mein zweiter Hauptkritikpunkt in Bezug auf die Organisation ist die Strecke. Der Startbereich war viel zu klein. Einige Läuferinnen mussten neben dem abgetrennten Startbereich stehen, um in der Gruppe zu laufen, die ihrer Laufzeit angemessen war. Kurz nach dem Start verengte sich die Strecke auf ungefähr die halbe Breite. Standen im Startbereich 8 – 10 Läuferinnen neben einander, hatten wenige Hundert Meter später nur noch 4 – 5 Läuferinnen Platz. Das gab Stau und Verärgerung darüber, dass man bereits kurz nach dem Start regelrecht ausgebremst wurde. Erst nach 2 – 3 km wurde die Strecke breiter und ein Überholen war gefahrlos möglich.

Trotzallem habe ich es nicht bereut, teilgenommen zu haben. Ich habe meine Vorgabe von Sub30 erreicht und ein schickes T-Shirt und eine Finisher-Medaille mit nach Hause genommen. Allerdings werde ich unter den gegebenen Streckenverhältnissen wahrscheinlich nicht mehr an diesem Lauf teilnehmen.

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Run2Cache in Salzburg

 - by silke

Der Besuch einer Konferenz gibt mir die Möglichkeit, einmal an der Salzach zu laufen. Vorbereitet habe ich eine Run2Cache-Tour, die mir auf 11 km vier Caches bieten soll. Frühzeitig bin ich am Konferenzort angereist, habe mir gleich mein Laufdress angezogen und los ging es. Die Temperaturen ein bisschen zu warm für meinen Geschmack, aber wer wird schon meckern, wenn wir seit Wochen endlich mal wieder einen richtigen Sommertag haben.

Nachdem ich ca 1 km durch ein Wohngebiet gelaufen bin, komme ich an der Salzach an, deren Farbe durch die Regenfälle schlammbraun ist und nichs vom sonstigen geheimnisvollen türkisen Funkeln an sich hat. An der Salzach entlang sind viele Touristen-Muggels unterwegs, zu Fuss, per Rad … jetzt sollte eigentlich bald mein erster Cache zu finden sein. Oweh … die Batterien haben den Geist aufgegeben. So ein Mist … Naja, ärgern nutzt jetzt auch nichts mehr, also weiter laufen und geniessen …

Aus der Run2Cache-Tour wurde ein 10-km-Lauf im potentiellen HM-Tempo. Das war super und es blieb kein Bedauern über die nicht-gefundenen Caches zurück. Mit den vielen Touri-Muggeln wäre das Cachen sowieso mühsam geworden. Ein anderes Mal dann wieder.

Bildquelle Kartenausschnitt: topo.openstreetmap.de

Frauenlauf Bern (ausführlich)

 - by silke

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Für den Frauenlauf in Bern habe ich mich schon sehr früh entschieden. Zuerst mit dem Gedanken, die 5 km zu laufen. Im Frühjahr bin ich dann auf die 10-km umgeschwenkt und habe mich frühzeitig angemeldet.  Da gab es kein Zurück mehr.

Einen Tag vor dem Rennen sind wir angereist, um noch ein bisschen Bern zu geniessen und die Seele baumeln zu lassen. Das war ein schöner Tag, auch wenn das WM-Fieber in Bern schon grassierte und es dementsprechend unruhig und ein Lokal ohne Live-Übertragung schwierig zu finden war.

Nachts werde ich von heftigen Regengeräuschen wach. So ein Mist, hoffentlich hört es morgen zu regnen auf. Zeit aufzustehen: und es regnet immer noch. Beim Frühstück: es regnet ohne Unterlass. Die Pension, die wir uns für die Übernachtung ausgesucht haben, ist hauptsächlich von “Frauen-Läuferinnen” belegt. Wie witzig. Keine Läuferin ist natürlich über das Wetter glücklich, aber ich wollte doch nicht mein erstes Rennen bei strömendem Regen erleben. Manno.

Nach dem Packen und der schwierigen Entscheidung, was ich bei diesem blöden Wetter für das Rennen anziehen soll, gehen wir los. Sekunden davor hat es aufgehört zu regen: extra für uns ;-)

Gemütlich spazieren wir zum Zielbereich. Die Stadt ist noch sehr ruhig und auch im “Messebereich” sind erst wenige Läuferinnen und Zuschauer. An unsere Lieben zuhause schreiben wir kostenlose Postkarten, decken uns mit kleinen Präsenten ein und ich ziehe mich nochmals um. Das Wetter wird jetzt zunehmend besser.

Dann ist es auch schon Zeit, sich zum Startbereich zu begeben. Ein paar Minuten sehen wir noch den Elite-Läuferinnen beim Laufen zu und staunen, wie schnell die sind. Für mich ist es Zeit, mich ein wenig einzulaufen und mein Liebster begibt sich an den besten Platz zum Zusehen und Fotografieren.

Warten im Starbereich Block 5: es gibt Musik und wer möchte kann zum Aufwärmen mit den Vorturnerinnen ein wenig Gymnastik machen. Startschuss: Block 3 läuft los … Block 4 läuft los und dann steht mein Block auch an der Startlinie. Es geht los und ich vergesse nicht, meinen Forerunner zu starten. Der Start wird uns leicht gemacht: es geht bergab. Allerdings staune ich, wie schnell meinen Mitläuferinnen los laufen. Ich höre manche laut hinter mir schnaufen. Das sind immerhin alles Läuferinnen, die als Zielzeit 65 min angegeben haben. Ich lasse mich nicht beirren und halte mich an meine Pace. Von Anfang  an läuft es richtig gut. Ich fühle mich wohl, meine Beine haben Spass am Laufen. Auch die ersten 2 km, nach denen ich oft denke, jetzt hab ich schon genug, sind easy. Die Stimmung ist super. Auch die Anstiege (152 Höhenmeter insgesamt) sind halb so wild. Am vereinbarten Punkt sehe ich meinen Schatz, er mich aber leider recht spät. Macht nix, es kommen weitere Treffpunkte. Und dann sind die ersten 5 km schon vorbei: so schnell.

Die zweite Runde läuft genauso gut wie die erste. Aber nicht bei allen Läuferinnen. Manche gehen bereits, ich kann immer wieder überholen. Ich lächle: es geht mir gut. Der letzte Schwenker durchs Quartier, bevor es wieder auf die Brücke geht und ich die 9-km-Marke passiere. Ich freue mich auf die letzten 1000 Meter, möchte dann noch einmal Gas geben. Aber ich habe die Rechnung nicht mit der Strecke gemacht. Das letzte Teilstück ist mir unbekannt: es geht bergab und dann wieder bergauf. Bergab gebe ich Gas, keine gute Idee: nach kurzer Zeit bekomme ich Seitenstechen, das mich nicht mehr bis zum Ziel verlässt. So kann ich die letzten 1000 Meter leider nicht mehr so entspannt laufen, wie ich das wollte.

Der Zieleinlauf ist phänomenal: alle Läuferinnen werden lautstark von den Zuschauern angefeuert. Mir gefällt das Plakat kurz vor dem Ziel mit motivierenden Worten und dann … habe ich die Ziellinie überschritten und bin nur noch glücklich und sehr bewegt, habe Mühe die Tränen zurück zu halten. Es ist vorbei, mein Liebster macht noch ein Foto von  mir und ich versuche einfach nur zu sein. Empfange von den Helfern ein Gatorade und bewege mich langsam zum “Goodie-Bereich”. Nach Dusche und einem Mittagessen im tibits machen wir uns auf den Heimweg.

Für mich war das ein sehr gelungener erster Wettkampf, der nicht viel besser hätte laufen können. Unter anderem waren die wichtigsten Aspekte für mich, dass ich unabhängig von der “Masse” meine Pace laufen konnte und dass mein Liebster mir nach dem Lauf sagte, dass ich auf der ganzen Strecke so aussah, als würde ich ganz entspannt laufen.

Alles bestens … und hier noch die Zahlen: 10 km mit 152 Höhenmetern in 01:01:39,8 h. Damit bin ich die schnellste Herisauerin in der Altersklasse W-40 geworden. ;-)

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24. Frauenlauf im Fernsehen

r den Frauenlauf in Bern habe ich mich schon sehr früh entschieden. Zuerst mit dem Gedanken, die 5 km zu laufen.

Im Frühjahr bin ich dann auf die 10-km umgeschwenkt und habe mich frühzeitig angemeldet. Jetzt gibt es kein zurück

mehr.

Einen Tag vor dem Rennen sind wir angereist, um noch ein bisschen Bern zu geniessen und die Seele baumeln zu

lassen. Das war ein schöner Tag, auch wenn das WM-Fieber in Bern schon grassierte und es dementsprechend unruhig

und ein Lokal ohne Live-Übertragung schwierig zu finden war.

Nachts werde ich von heftigen Regengeräuschen wach. So ein Mist, hoffentlich hört es morgen zu regnen auf. Zeit

aufzustehen: und es regnet immer noch. Beim Frühstück: es regnet ohne Unterlass. Die Pension, die wir uns für die

Übernachtung ausgesucht haben, ist hauptsächlich von “Frauen-Läuferinnen” belegt. Wie witzig. Keine Läuferin ist

natürlich über das Wetter glücklich, aber ich wollte doch nicht mein erstes Rennen bei strömendem Regen erleben.

Manno.

Nach dem Packen und der schwierigen Entscheidung, was ich bei diesem blöden Wetter für das Rennen anziehen soll,

gehen wir los. Sekunden davor hat es aufgehört zu regen: extra für uns ;-)

Gemütlich spazieren wir zum Zielbereich. Die Stadt ist noch sehr ruhig und auch im “Messebereich” sind erst wenige

Läuferinnen und Zuschauer. An unsere Lieben zuhause schreiben wir kostenlose Postkarten, decken uns mit kleinen

Präsenten ein und ich ziehe mich nochmals um. Das Wetter wird jetzt zunehmend besser.
Dann ist es auch schon Zeit, sich zum Startbereich zu begeben. Ein paar Minuten sehen wir noch den

Elite-Läuferinnen beim Laufen zu und staunen, wie schnell die sind. Für mich ist es Zeit, mich ein wenig

einzulaufen und mein Liebster begibt sich an den besten Platz zum Zusehen und Fotografieren.

Warten im Starbereich Block 5: es gibt Musik und wer möchte kann zum Aufwärmen mit den Vorturnerinnen ein wenig

Gymnastik machen. Startschuss: Block 3 läuft los … Block 4 läuft los und dann steht mein Block auch an der

Startlinie. Es geht los und ich vergesse nicht, meinen Forerunner zu starten. Der Start wird uns leicht gemacht: es

geht bergab. Allerdings staune ich, wie schnell meinen Mitläuferinnen los laufen. Ich höre manche laut hinter mir

schnaufen. Das sind immerhin alles Läuferinnen, die als Zielzeit 65 min angegeben haben. Ich lasse mich nicht

beirren und halte mich an meine Pace. Von Anfang  an läuft es richtig gut. Ich fühle mich wohl, meine Beine haben

Spass am Laufen. Auch die ersten 2 km, nach denen ich oft denke, jetzt hab ich schon genug, sind easy. Die Stimmung

ist super. Auch die Anstiege (152 Höhenmeter insgesamt) sind halb so wild. Am vereinbarten Punkt sehe ich meinen

Schatz, er mich aber leider recht spät. Macht nix, es kommen weitere Treffpunkte. Und dann sind die ersten 5 km

schon vorbei: so schnell.

Die zweite Runde läuft genauso gut wie die erste. Aber nicht bei allen Läuferinnen. Manche gehen bereits, ich kann

immer wieder überholen. Ich lächle: es geht mir gut. Der letzte Schwenker durchs Quartier, bevor es wieder auf die

Brücke geht und ich die 9-km-Marke passiere. Ich freue mich auf die letzten 1000 Meter, möchte dann noch einmal Gas

geben. Aber ich habe die Rechnung nicht mit der Strecke gemacht. Das letzte Teilstück ist mir unbekannt: es geht

bergab und dann wieder bergauf. Bergab gebe ich Gas, keine gute Idee: nach kurzer Zeit bekomme ich Seitenstechen,

das mich nicht mehr bis zum Ziel verlässt. So kann ich die letzten 1000 Meter leider nicht mehr so entspannt

laufen, wie ich das wollte.

Der Zieleinlauf ist phänomenal: alle Läuferinnen werden lautstark von den Zuschauern angefeuert. Mir gefällt das

Plakat kurz vor dem Ziel mit motivierenden Worten und dann … habe ich die Ziellinie überschritten und bin nur

noch glücklich und sehr bewegt, habe Mühe die Tränen zurück zu halten. Es ist vorbei, mein Liebster macht noch ein

Foto von  mir und ich versuche einfach nur zu sein. Empfange von den Helfern ein Gatorade und bewege mich langsam

zum “Goodie-Bereich”. Nach Dusche und einem Mittagessen im tibit machen wir uns auf den Heimweg.

Für mich war das ein sehr gelungener erster Wettkampf, der nicht viel besser hätte laufen können. Unter anderem

waren die wichtigsten Aspekte für mich, dass ich unabhängig von der “Masse” meine Pace laufen konnte und dass mein

Liebster mir nach dem Lauf sagte, dass ich auf der ganzen Strecke so aussah, als würde ich ganz entspannt laufen.

Alles bestens … und hier noch die Zahlen 10 km mit 152 Höhenmetern in 01:01:39,8 h, damit bin ich die schnellste

Herisauerin in der Altersklasse W-40 geworden. ;-)

Übern Tellerrand 4: Rheineck > Arbon

 - by silke

Wer meinen letzten Artikel zu “Übern Tellerrand” gelesen hat, wird sich fragen, warum ich nicht beim zuletzt erreichten Ziel weiter laufe: das hat logistische Gründe. Die Strecke Rorschach > Rheinspitz ist mir zu kurz und umgekehrt kommt man mit den ÖV schlecht früh morgens zum Rheinspitz. Deshalb  habe ich mich entschlossen in Rheineck loszulaufen und über Rheinspitz und Rorschach gemütlich nach Arbon zu laufen.

Diese Tour war nicht nur eine weitere Etappe in der Tour übern Tellerrand, sondern auch eine Run2Cache-Tour. Aber jetzt ist Schluss mit dem Vorgeplänkel.

05:15 – ich schlage die Augen auf und entscheide: heute gibt es eine weitere Etappe für die Tour übern Tellerrand, auch wenn am Sonntag mein erster 10-km-Lauf ansteht. Rein in die Laufklamotten, alles notwendige eingepackt und ich erwische noch meinen Bus.

06:05 – rein in den Bus und auf nach Rheineck. Die Fahrt dauert rund eine Stunde, ist aber sehr kostengünstig: 4,20 CHF. Da kann man nicht meckern. Überhaupt kenne ich sonst kein so gut ausgebautes ÖV-Netz wie in der Schweiz. Nicht umsonst hat die SBB bei der letzten Europa-Meisterschaft mit dem Slogan geworben “Wir sind Europa-Meister … im Bahnfahren. Oder war es die letzte Weltmeisterschaft?

07:11 – nachdem ich noch rasch einen Kugelschreiber am Kiosk gekauft habe (den brauche ich für meine GC-Logeinträge) geht es zur Schiffslände: dem Startpunkt meiner Tour und zu meinem ersten GC (Schifflände Rheineck). Die Schifflände ist übrigens die höchstgelegene am Rhein  mit 400 MüM.  Ein bisschen gucke ich in die Löcher der Mauer und dann habe ich den GC schon gefunden. Jetzt kann es losgehen: ein schöner, schattiger Weg liegt vor mir. Am Anfang ist es recht laut wegen der direkt daneben liegenden Autobahn, aber nach ein paar hundert Metern verliert sich der Lärm.

07:40 – den zweiten GC (Bisenwäldeli) finde ich leider nicht, habe keine Lust lange zu suchen. Dafür entdecke ich ein sehr lauschiges Plätzchen, einen Vogelbeobachtungsposten und werfe einen Blick durch jedes der “Fenster”. Und weiter geht es: die Luft ist noch herrlich, nicht zu warm. Es weht ein Lüftchen und der Boden ist übersät mit Totholz, das der Sturm von letzter Nacht von den Bäumen gerissen hat. Ich passiere ein Erdbeerfeld, auf dem die ersten Pflücker gerade mit ihrem Tagwerk beginnen. Mhmmmm … Erdbeeren.

08:08 – ich komme am Rheinspitz an. Hier gibt es auch einen GC (d’Blick zum Rhyma am Rhyspitz), den ich mir aber schenke, denn es ist ein Multi. Für Geduldige ist der aber auf jeden Fall machbar, da er nur wenige Stationen hat. Stattdessen sehe ich mir an, was es hier zu sehen gibt. Ein Zelt mit daneben stehenden Fahrrädern entdecke ich und es kommt richtiges Urlaubsfeeling bei mir auf. Was so ein Tag neben dem Gewohnten ausmacht. Weiter geht es am Bodensee: es ist einfach super Wetter für diese Tour und ich bereue das frühe Aufstehen kein bisschen.

08:28 – wieder ein herrlich lauschiges Plätzchen, das ich ganz für mich habe und dementsprechend geniesse. Der hier versteckte GC (Altenrhein 2) kann sich nicht lange vor mir verstecken. Ich schreibe einen kurzen Logbucheintrag und dann geht es weiter von Altenrhein aus Richtung Staad. Bevor ich zum Flugplatz komme, entdecke ich noch eine urige Wirtschaft, das Jägerhaus. Auf der Tageskarte steht “Salat mit gebratenen Felchenfilets”. Das würde ich mir gerne am Ende meiner Tour als Belohnung gönnen. Hier müssen wir unbedingt einmal hinfahren. Am Flughafen Altenrhein kann ich der Landung und dem Start eines Hubschraubers zusehen: spannend, aber ziemlich laut. Bevor ich wieder Richtung See abbiege kann ich die Hundertwasser-Markthalle mit ihren Kugeln auf den Dächern goldig in der Sonne schimmern sehen: sehr speziell.

08:48 – ich komme in Staad an und passiere auf einem Holzsteg schicke Neubau-Wohnungen, die direkt am Wasser liegen. Für die Bewohner gibt es ganz nah eine chillige Lounge und den neuen Hafen: richtig chic. Hier finde ich meinen dritten GC (Neuer Hafen – Staad), beobachte die Jachtbesitzer, wie sie ihre Boote flott machen und relaxe ein paar Minuten, bevor es wortwörtlich weiter “on the road” geht. Hier reicht die Bebauung so nah an den See heran, dass ich im Ort laufen muss. Es ist deutlich wärmer und einfach weniger angenehm zu laufen.

09:03 – ich passiere “Neuseeland” und laufe durch ein schönes, kostenloses Strandbad. Für mich ist aber nicht schon wieder Pause angesagt. Eine knappe Viertelstunde später erreiche ich Rorschach, das Ziel der letzten Etappe. Einige Kilometer werde ich jetzt “doppelt” laufen, bis ich wieder unbekanntes Terrain betrete. Zurück am See, berge ich einen weiteren GC (Hafencache 3 (R’schach)).

09:47 – Rorschach liegt hinter mir und meine Beine fühlen sich recht müde an: ich brauche eine längere Pause. Der See lädt dazu ein, die Füsse zu kühlen: das Wasser ist richtig, richtig kalt. Nach nur kurzer Zeit tuen mir die Füsse von der Kälte weh: also wieder raus aus dem Wasser. Ich sitze auf der Mauer, geniesse das Leben, lasse meine Füsse trocknen und esse zur Stärkung einen Powerriegel. Urlaubsfeeling pur … Jetzt ist es mal Zeit, auf meine Kilometeranzeige zu schauen: ohoh … schon fast 15 km. Bis Rorschach hatte ich eigentlich 10 km geschätzt. Schaffe ich es noch nach Arbon?

10:00 – ich laufe weiter, nehme mir aber vor, Gehpausen einzulegen, damit ich es locker und verletzungsfrei nach Arbon schaffe. Ich komme nach Horn und muss wieder einige Zeit auf der Strasse laufen. Beim Strandbad gibt es ein lauschiges Plätzchen und ich kann Arbon über dem See erkennen.

10:46 – ich passiere das Ortsschild “Arbon” und laufe durch eine schattige Kastanienallee am Wasser entlang zum Hafen. Bei migros besorge ich mir etwas zu vespern und suche mir danach eine schattige Bank für mein wohl verdientes frühes Mittagessen. Spatzen leisten mir Gesellschaft. Ich sehe unterschiedliche Enten-Arten und auch Schwäne im See schwimmen. Das Wasser glitzert, der Springbrunnen plätschert. Draussen im See kann ich verschiedene Schiffe und Boote ausmachen. Zum Abschluss noch ein letzter GC (Hafencache 2 (Arbon)) und dann denke ich über die Rückfahrt nach.

Ich bin zwar etwas müde, aber es geht mir gut. Ich bin stolz auf mich: das erste Mal habe ich die 20-km-Marke laufend überschritten.

Habt ihr Lust auf den Bodensee bekommen? Für den visuellen Genuss hier meine Bilder.

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