Category:Run2Cache’

Run2Cache in Salzburg

 - by silke

Der Besuch einer Konferenz gibt mir die Möglichkeit, einmal an der Salzach zu laufen. Vorbereitet habe ich eine Run2Cache-Tour, die mir auf 11 km vier Caches bieten soll. Frühzeitig bin ich am Konferenzort angereist, habe mir gleich mein Laufdress angezogen und los ging es. Die Temperaturen ein bisschen zu warm für meinen Geschmack, aber wer wird schon meckern, wenn wir seit Wochen endlich mal wieder einen richtigen Sommertag haben.

Nachdem ich ca 1 km durch ein Wohngebiet gelaufen bin, komme ich an der Salzach an, deren Farbe durch die Regenfälle schlammbraun ist und nichs vom sonstigen geheimnisvollen türkisen Funkeln an sich hat. An der Salzach entlang sind viele Touristen-Muggels unterwegs, zu Fuss, per Rad … jetzt sollte eigentlich bald mein erster Cache zu finden sein. Oweh … die Batterien haben den Geist aufgegeben. So ein Mist … Naja, ärgern nutzt jetzt auch nichts mehr, also weiter laufen und geniessen …

Aus der Run2Cache-Tour wurde ein 10-km-Lauf im potentiellen HM-Tempo. Das war super und es blieb kein Bedauern über die nicht-gefundenen Caches zurück. Mit den vielen Touri-Muggeln wäre das Cachen sowieso mühsam geworden. Ein anderes Mal dann wieder.

Bildquelle Kartenausschnitt: topo.openstreetmap.de

Übern Tellerrand 4: Rheineck > Arbon

 - by silke

Wer meinen letzten Artikel zu “Übern Tellerrand” gelesen hat, wird sich fragen, warum ich nicht beim zuletzt erreichten Ziel weiter laufe: das hat logistische Gründe. Die Strecke Rorschach > Rheinspitz ist mir zu kurz und umgekehrt kommt man mit den ÖV schlecht früh morgens zum Rheinspitz. Deshalb  habe ich mich entschlossen in Rheineck loszulaufen und über Rheinspitz und Rorschach gemütlich nach Arbon zu laufen.

Diese Tour war nicht nur eine weitere Etappe in der Tour übern Tellerrand, sondern auch eine Run2Cache-Tour. Aber jetzt ist Schluss mit dem Vorgeplänkel.

05:15 – ich schlage die Augen auf und entscheide: heute gibt es eine weitere Etappe für die Tour übern Tellerrand, auch wenn am Sonntag mein erster 10-km-Lauf ansteht. Rein in die Laufklamotten, alles notwendige eingepackt und ich erwische noch meinen Bus.

06:05 – rein in den Bus und auf nach Rheineck. Die Fahrt dauert rund eine Stunde, ist aber sehr kostengünstig: 4,20 CHF. Da kann man nicht meckern. Überhaupt kenne ich sonst kein so gut ausgebautes ÖV-Netz wie in der Schweiz. Nicht umsonst hat die SBB bei der letzten Europa-Meisterschaft mit dem Slogan geworben “Wir sind Europa-Meister … im Bahnfahren. Oder war es die letzte Weltmeisterschaft?

07:11 – nachdem ich noch rasch einen Kugelschreiber am Kiosk gekauft habe (den brauche ich für meine GC-Logeinträge) geht es zur Schiffslände: dem Startpunkt meiner Tour und zu meinem ersten GC (Schifflände Rheineck). Die Schifflände ist übrigens die höchstgelegene am Rhein  mit 400 MüM.  Ein bisschen gucke ich in die Löcher der Mauer und dann habe ich den GC schon gefunden. Jetzt kann es losgehen: ein schöner, schattiger Weg liegt vor mir. Am Anfang ist es recht laut wegen der direkt daneben liegenden Autobahn, aber nach ein paar hundert Metern verliert sich der Lärm.

07:40 – den zweiten GC (Bisenwäldeli) finde ich leider nicht, habe keine Lust lange zu suchen. Dafür entdecke ich ein sehr lauschiges Plätzchen, einen Vogelbeobachtungsposten und werfe einen Blick durch jedes der “Fenster”. Und weiter geht es: die Luft ist noch herrlich, nicht zu warm. Es weht ein Lüftchen und der Boden ist übersät mit Totholz, das der Sturm von letzter Nacht von den Bäumen gerissen hat. Ich passiere ein Erdbeerfeld, auf dem die ersten Pflücker gerade mit ihrem Tagwerk beginnen. Mhmmmm … Erdbeeren.

08:08 – ich komme am Rheinspitz an. Hier gibt es auch einen GC (d’Blick zum Rhyma am Rhyspitz), den ich mir aber schenke, denn es ist ein Multi. Für Geduldige ist der aber auf jeden Fall machbar, da er nur wenige Stationen hat. Stattdessen sehe ich mir an, was es hier zu sehen gibt. Ein Zelt mit daneben stehenden Fahrrädern entdecke ich und es kommt richtiges Urlaubsfeeling bei mir auf. Was so ein Tag neben dem Gewohnten ausmacht. Weiter geht es am Bodensee: es ist einfach super Wetter für diese Tour und ich bereue das frühe Aufstehen kein bisschen.

08:28 – wieder ein herrlich lauschiges Plätzchen, das ich ganz für mich habe und dementsprechend geniesse. Der hier versteckte GC (Altenrhein 2) kann sich nicht lange vor mir verstecken. Ich schreibe einen kurzen Logbucheintrag und dann geht es weiter von Altenrhein aus Richtung Staad. Bevor ich zum Flugplatz komme, entdecke ich noch eine urige Wirtschaft, das Jägerhaus. Auf der Tageskarte steht “Salat mit gebratenen Felchenfilets”. Das würde ich mir gerne am Ende meiner Tour als Belohnung gönnen. Hier müssen wir unbedingt einmal hinfahren. Am Flughafen Altenrhein kann ich der Landung und dem Start eines Hubschraubers zusehen: spannend, aber ziemlich laut. Bevor ich wieder Richtung See abbiege kann ich die Hundertwasser-Markthalle mit ihren Kugeln auf den Dächern goldig in der Sonne schimmern sehen: sehr speziell.

08:48 – ich komme in Staad an und passiere auf einem Holzsteg schicke Neubau-Wohnungen, die direkt am Wasser liegen. Für die Bewohner gibt es ganz nah eine chillige Lounge und den neuen Hafen: richtig chic. Hier finde ich meinen dritten GC (Neuer Hafen – Staad), beobachte die Jachtbesitzer, wie sie ihre Boote flott machen und relaxe ein paar Minuten, bevor es wortwörtlich weiter “on the road” geht. Hier reicht die Bebauung so nah an den See heran, dass ich im Ort laufen muss. Es ist deutlich wärmer und einfach weniger angenehm zu laufen.

09:03 – ich passiere “Neuseeland” und laufe durch ein schönes, kostenloses Strandbad. Für mich ist aber nicht schon wieder Pause angesagt. Eine knappe Viertelstunde später erreiche ich Rorschach, das Ziel der letzten Etappe. Einige Kilometer werde ich jetzt “doppelt” laufen, bis ich wieder unbekanntes Terrain betrete. Zurück am See, berge ich einen weiteren GC (Hafencache 3 (R’schach)).

09:47 – Rorschach liegt hinter mir und meine Beine fühlen sich recht müde an: ich brauche eine längere Pause. Der See lädt dazu ein, die Füsse zu kühlen: das Wasser ist richtig, richtig kalt. Nach nur kurzer Zeit tuen mir die Füsse von der Kälte weh: also wieder raus aus dem Wasser. Ich sitze auf der Mauer, geniesse das Leben, lasse meine Füsse trocknen und esse zur Stärkung einen Powerriegel. Urlaubsfeeling pur … Jetzt ist es mal Zeit, auf meine Kilometeranzeige zu schauen: ohoh … schon fast 15 km. Bis Rorschach hatte ich eigentlich 10 km geschätzt. Schaffe ich es noch nach Arbon?

10:00 – ich laufe weiter, nehme mir aber vor, Gehpausen einzulegen, damit ich es locker und verletzungsfrei nach Arbon schaffe. Ich komme nach Horn und muss wieder einige Zeit auf der Strasse laufen. Beim Strandbad gibt es ein lauschiges Plätzchen und ich kann Arbon über dem See erkennen.

10:46 – ich passiere das Ortsschild “Arbon” und laufe durch eine schattige Kastanienallee am Wasser entlang zum Hafen. Bei migros besorge ich mir etwas zu vespern und suche mir danach eine schattige Bank für mein wohl verdientes frühes Mittagessen. Spatzen leisten mir Gesellschaft. Ich sehe unterschiedliche Enten-Arten und auch Schwäne im See schwimmen. Das Wasser glitzert, der Springbrunnen plätschert. Draussen im See kann ich verschiedene Schiffe und Boote ausmachen. Zum Abschluss noch ein letzter GC (Hafencache 2 (Arbon)) und dann denke ich über die Rückfahrt nach.

Ich bin zwar etwas müde, aber es geht mir gut. Ich bin stolz auf mich: das erste Mal habe ich die 20-km-Marke laufend überschritten.

Habt ihr Lust auf den Bodensee bekommen? Für den visuellen Genuss hier meine Bilder.

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Das hat mir noch gefehlt …

 - by silke

… und zwar topographische Karten für mein iPhone.

Die Lösung dafür ist GPS-Tracks, ein brandneues App für das iPhone. Das tolle daran ist, die App

… ist kostenlos,
… bietet topographische Karten für CH, D und A,
… ausserdem für die Schweiz das offizielle Fahrrad- und Wandernetz, lokale und nationale Wanderungen und
… natürlich weitere Touren von Usern.

Da kann ich nur sagen: “Das ist spitze!” und bekommt von mir das Label “Smart & Simple”.

Mehr Informationen dazu unter diesem Link.

Langer Lauf: Oberbüren > Sonnental (R2C #5)

 - by silke

Aus dem Ostschweizer Tourenbuch habe ich mir heute eine neue Strecke für meinen langen Lauf ausgesucht. Der Startpunkt war mir bekannt, aber etliche km der vorgeschlagenen Tour bin ich noch nicht gelaufen. Ein Blick auf geocaching.com verriet mir, dass auf dieser Tour zwei Caches auf mich warten, die ich noch nicht gefunden habe. Nach den Vorbereitungen ging es los: geparkt habe ich am bekannten Ort und bin dann zum ersten Cache gelaufen.

So eine Enttäuschung: obwohl das ein Covo Loco ist, habe ich ihn nicht gefunden. Die Lage war mir einfach zu exponiert, um lange zu suchen: mitten auf einem Schulgelände. Also nicht lange ärgern, sondern weiter laufen.

Die Brücke, die ich nehme, um die Thur zu überqueren, kenne ich gut, benutzt habe ich sie noch nicht. Jetzt laufe ich auf unbekanntem Gebiet. Schön ruhig ist es hier und bald habe ich die geteerte Strasse hinter mir gelassen und laufe im Wald. So wunderbar grün alles, friedlich, einfach herrlich … ein Fuchs springt über den Weg (da muss ich gleich an die Sportschuh-klauende Füchsin denken, von der ich gestern gelesen habe), ein Specht klopft ein neues Loch in den Baum … und ich laufe und laufe und finde es einfach klasse :-)

Der Aufstieg ist geschafft und jetzt ist es nicht mehr weit zu meinem zweiten GC Im Wald … ah da liegt er ja: überhaupt nicht versteckt. Na sowas. Schnell den Log geschrieben, Box wieder ordentlich versteckt und jetzt mache ich mich auch schon auf den Rückweg durch den Wald.

Über einen herrlichen Single-Trail laufe ich, komme an einem ganz besonderen Platz mit Wasserfall, Gumpe und Grillstelle vorbei. Hier muss es toll sein an heissen Sommertagen. Schade, dass diese Grillstelle nicht mit Holz bestückt wird. Bis nach Sonnental führt mich dieser Single-Trail, dann laufe ich wieder auf bekanntem Terrain die letzten km an der Thur entlang.

Das war eine Super-Tour: 16,34 km mit 278 hm in 02:02 h. Bilder dazu unter diesem Link.

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Run2Cache #2 – Start Aegeten

 - by silke

Ich liebe es, dass ich freitags nicht arbeiten gehen muss. :-) Toll ist es, morgens im Bett eine Tasse Tee zu schlürfen und Pläne für den Tag zu schmieden. Mein Plan heute sah eine weitere Run2Cache-Tour vor. Start sollte das Sportzentrum Aegeten in Widnau sein. Mein Ziel war es, zwei Caches (GC1DPWF & GC1DPW7) zu finden und dabei ein paar Kilometer zu laufen.

Als ich mein Auto am Sporzentrum Aegeten abstellte, zeigte das Thermometer bereits 21,5° C an und das um halb 10 Uhr morgens: ja ist denn schon Sommer? Meine Bauchtasche mit den GC-Utensilien umgeschnallt und los ging es: kurz & kurz war heute die richtige Wahl. Herrlich wie sich der warme Wind an den nackischen Beinen und Armen anfühlt. Nach wenigen Metern frischte der Wind auf und blies natürlich konstant von vorn. Das kostete mehr Kraft, aber ich liess mich nicht unterkriegen: stetig bin ich weitergelaufen, ganz versunken … und habe natürlich die “richtige” Abzweigung verpasst: macht nix, dann eben ein paar km mehr laufen. Der erste Cache: gefunden … weitere geschätze 600 Meter weiter: zweiter Cache gefunden. Das waren ja richtige Run-Ins. Bisschen verschnaufen und den Blick auf die herrlichen Berge genossen und auf den Rückweg gemacht.

Wieder eine Tour ohne eigene Bilder. Die Kamera habe ich zwar eingepackt, der Akku war aber leer. So ein Mist. Muss ich euch halt erzählen, was ich gesehen habe. Gleich zu Beginn der Tour dicke Büschel blühende Veilchen. Fast jeder Busch schmückt seine nackten Zweige mit zarten winzigen Blattknospen. Ein Strassenbiker. Und da … ein Graureiher: wie schön. Geführte Pferde, gehende Pferde und galoppierende Pferde. Ein einsamer Angler: ganz konzentriert auf seinen potentiellen Fang. Herrchen mit Hund. Frauchen mit Hund. “Grüezi mitenand”. Blühende Forsythiensträucher. Ein Wiesenteppich mit bunten Flecken von Primeln in hellgelb und lila. Und Sonne, Sonne, Sonne … Das war wieder ein toller Lauf.

Schnell ein Mittagessen besorgt und dann ab nach Hause. Das Wetter verschlechterte sich rapide: fast schon stürmischer Wind und dunkelgrauer Himmel. Zuhause auf das Thermometer geschaut: nur noch 13 °C und die ersten Regentropfen fallen. Wie gut, dass ich so früh losgelaufen bin, so habe ich ein paar Stunden Sommer erleben können.

Meine persönliche Bestzeit auf 1o km konnte ich weiterverbessern, um 02:30 min auf 1:05:26 . Eine Premiere hatte ich heute auch: bin zum ersten Mal in einem Laufrock gelaufen (bekommt von mir das Label “Smart & Simple”). Das hat sich gut angefühlt: nicht so nackisch wie mit kurzen Hosen und dennoch luftig.

GPX-File zur Tour: download

Bildquelle: Google Maps