Category:Übern Tellerrand’

Übern Tellerrand 6: Kesswil > Bottighofen

 - by silke

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Das war wieder eine tolle Lauftour (11 km, 35 hm), meine 6. Etappe der Tour übern Tellerrand. Ich muss sagen, die Strecke war die bisher schönste überhaupt: meistens ein schmaler, schattiger Weg am See, auf dem Fahrradfahrer verboten sind. Super …

Ich habe viele interessante Dinge gesehen:

  • Kühe, die vor mir auf ihre Weide zockelten
  • zwei Männer, die auf einem kleinen Wiesenstück neben dem See Tai-Chi übten
  • einen Storch
  • viele schöne, kostenlose Badestellen
  • etliche nette Strand-Beizli

Mein Tagesform war heute nicht die beste, sodass ich mich bereits eine Bahnstation früher auf den Heimweg gemacht habe. Mir ist nicht ganz klar, warum ich heute nicht so fit war. Es war zwar warm (ca. 23°C), aber nicht heiss. Vielleicht lag es daran, dass ich die letzten Tage meine Kohlenhydrat-Zufuhr drastisch zurück gefahren habe?

Ich glaube, ich werde eine Sommerpause bei der Tour übern Tellerrand einlegen und wieder weiter machen, wenn die Temperaturen moderater sind.

Übern Tellerrand 4: Rheineck > Arbon

 - by silke

Wer meinen letzten Artikel zu “Übern Tellerrand” gelesen hat, wird sich fragen, warum ich nicht beim zuletzt erreichten Ziel weiter laufe: das hat logistische Gründe. Die Strecke Rorschach > Rheinspitz ist mir zu kurz und umgekehrt kommt man mit den ÖV schlecht früh morgens zum Rheinspitz. Deshalb  habe ich mich entschlossen in Rheineck loszulaufen und über Rheinspitz und Rorschach gemütlich nach Arbon zu laufen.

Diese Tour war nicht nur eine weitere Etappe in der Tour übern Tellerrand, sondern auch eine Run2Cache-Tour. Aber jetzt ist Schluss mit dem Vorgeplänkel.

05:15 – ich schlage die Augen auf und entscheide: heute gibt es eine weitere Etappe für die Tour übern Tellerrand, auch wenn am Sonntag mein erster 10-km-Lauf ansteht. Rein in die Laufklamotten, alles notwendige eingepackt und ich erwische noch meinen Bus.

06:05 – rein in den Bus und auf nach Rheineck. Die Fahrt dauert rund eine Stunde, ist aber sehr kostengünstig: 4,20 CHF. Da kann man nicht meckern. Überhaupt kenne ich sonst kein so gut ausgebautes ÖV-Netz wie in der Schweiz. Nicht umsonst hat die SBB bei der letzten Europa-Meisterschaft mit dem Slogan geworben “Wir sind Europa-Meister … im Bahnfahren. Oder war es die letzte Weltmeisterschaft?

07:11 – nachdem ich noch rasch einen Kugelschreiber am Kiosk gekauft habe (den brauche ich für meine GC-Logeinträge) geht es zur Schiffslände: dem Startpunkt meiner Tour und zu meinem ersten GC (Schifflände Rheineck). Die Schifflände ist übrigens die höchstgelegene am Rhein  mit 400 MüM.  Ein bisschen gucke ich in die Löcher der Mauer und dann habe ich den GC schon gefunden. Jetzt kann es losgehen: ein schöner, schattiger Weg liegt vor mir. Am Anfang ist es recht laut wegen der direkt daneben liegenden Autobahn, aber nach ein paar hundert Metern verliert sich der Lärm.

07:40 – den zweiten GC (Bisenwäldeli) finde ich leider nicht, habe keine Lust lange zu suchen. Dafür entdecke ich ein sehr lauschiges Plätzchen, einen Vogelbeobachtungsposten und werfe einen Blick durch jedes der “Fenster”. Und weiter geht es: die Luft ist noch herrlich, nicht zu warm. Es weht ein Lüftchen und der Boden ist übersät mit Totholz, das der Sturm von letzter Nacht von den Bäumen gerissen hat. Ich passiere ein Erdbeerfeld, auf dem die ersten Pflücker gerade mit ihrem Tagwerk beginnen. Mhmmmm … Erdbeeren.

08:08 – ich komme am Rheinspitz an. Hier gibt es auch einen GC (d’Blick zum Rhyma am Rhyspitz), den ich mir aber schenke, denn es ist ein Multi. Für Geduldige ist der aber auf jeden Fall machbar, da er nur wenige Stationen hat. Stattdessen sehe ich mir an, was es hier zu sehen gibt. Ein Zelt mit daneben stehenden Fahrrädern entdecke ich und es kommt richtiges Urlaubsfeeling bei mir auf. Was so ein Tag neben dem Gewohnten ausmacht. Weiter geht es am Bodensee: es ist einfach super Wetter für diese Tour und ich bereue das frühe Aufstehen kein bisschen.

08:28 – wieder ein herrlich lauschiges Plätzchen, das ich ganz für mich habe und dementsprechend geniesse. Der hier versteckte GC (Altenrhein 2) kann sich nicht lange vor mir verstecken. Ich schreibe einen kurzen Logbucheintrag und dann geht es weiter von Altenrhein aus Richtung Staad. Bevor ich zum Flugplatz komme, entdecke ich noch eine urige Wirtschaft, das Jägerhaus. Auf der Tageskarte steht “Salat mit gebratenen Felchenfilets”. Das würde ich mir gerne am Ende meiner Tour als Belohnung gönnen. Hier müssen wir unbedingt einmal hinfahren. Am Flughafen Altenrhein kann ich der Landung und dem Start eines Hubschraubers zusehen: spannend, aber ziemlich laut. Bevor ich wieder Richtung See abbiege kann ich die Hundertwasser-Markthalle mit ihren Kugeln auf den Dächern goldig in der Sonne schimmern sehen: sehr speziell.

08:48 – ich komme in Staad an und passiere auf einem Holzsteg schicke Neubau-Wohnungen, die direkt am Wasser liegen. Für die Bewohner gibt es ganz nah eine chillige Lounge und den neuen Hafen: richtig chic. Hier finde ich meinen dritten GC (Neuer Hafen – Staad), beobachte die Jachtbesitzer, wie sie ihre Boote flott machen und relaxe ein paar Minuten, bevor es wortwörtlich weiter “on the road” geht. Hier reicht die Bebauung so nah an den See heran, dass ich im Ort laufen muss. Es ist deutlich wärmer und einfach weniger angenehm zu laufen.

09:03 – ich passiere “Neuseeland” und laufe durch ein schönes, kostenloses Strandbad. Für mich ist aber nicht schon wieder Pause angesagt. Eine knappe Viertelstunde später erreiche ich Rorschach, das Ziel der letzten Etappe. Einige Kilometer werde ich jetzt “doppelt” laufen, bis ich wieder unbekanntes Terrain betrete. Zurück am See, berge ich einen weiteren GC (Hafencache 3 (R’schach)).

09:47 – Rorschach liegt hinter mir und meine Beine fühlen sich recht müde an: ich brauche eine längere Pause. Der See lädt dazu ein, die Füsse zu kühlen: das Wasser ist richtig, richtig kalt. Nach nur kurzer Zeit tuen mir die Füsse von der Kälte weh: also wieder raus aus dem Wasser. Ich sitze auf der Mauer, geniesse das Leben, lasse meine Füsse trocknen und esse zur Stärkung einen Powerriegel. Urlaubsfeeling pur … Jetzt ist es mal Zeit, auf meine Kilometeranzeige zu schauen: ohoh … schon fast 15 km. Bis Rorschach hatte ich eigentlich 10 km geschätzt. Schaffe ich es noch nach Arbon?

10:00 – ich laufe weiter, nehme mir aber vor, Gehpausen einzulegen, damit ich es locker und verletzungsfrei nach Arbon schaffe. Ich komme nach Horn und muss wieder einige Zeit auf der Strasse laufen. Beim Strandbad gibt es ein lauschiges Plätzchen und ich kann Arbon über dem See erkennen.

10:46 – ich passiere das Ortsschild “Arbon” und laufe durch eine schattige Kastanienallee am Wasser entlang zum Hafen. Bei migros besorge ich mir etwas zu vespern und suche mir danach eine schattige Bank für mein wohl verdientes frühes Mittagessen. Spatzen leisten mir Gesellschaft. Ich sehe unterschiedliche Enten-Arten und auch Schwäne im See schwimmen. Das Wasser glitzert, der Springbrunnen plätschert. Draussen im See kann ich verschiedene Schiffe und Boote ausmachen. Zum Abschluss noch ein letzter GC (Hafencache 2 (Arbon)) und dann denke ich über die Rückfahrt nach.

Ich bin zwar etwas müde, aber es geht mir gut. Ich bin stolz auf mich: das erste Mal habe ich die 20-km-Marke laufend überschritten.

Habt ihr Lust auf den Bodensee bekommen? Für den visuellen Genuss hier meine Bilder.

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Übern Tellerrand 3: Wittenbach > Rorschach

 - by silke

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Was habe ich mich die ganze Woche auf die nächste Etappe der Tour übern Tellerrand gefreut. Aber heute war einfach nicht mein Lauftag. Schon kurz nach meinem Start in Wittenbach merkte ich, dass meine Beine recht müde waren. Nach einigen Kilometeren bergab laufen, und es ging fast die gesamte Strecke bergab, bekam ich Seitenstechen, das einfach nicht verschwinden wollte, auch nicht durch zeitweises Gehen. Von der Schönheit der Strecke habe ich deshalb nicht allzuviel mitbekommen. Aber die Bilder zuhause anzusehen war auch ganz schön.

Naja, es kann nicht jeder Lauf ein Highlight-Lauf sein. Aber nun bin ich nach 3 Etappen am Bodensee angekommen und freue mich auf die nächsten Etappen.

Etappe Wittenbach > Rorschach: 14,5 km / 50 hm. Download gpx-file. Tour in Google Maps.

Bildquelle Karte: Google Maps

Im Schnee gestartet …

 - by silke

… bin ich zur ersten Etappe meines Bodenseeprojektes im Rahmen von der Tour über den Tellerrand.

Heute zur zweiten Etappe meinte das Wetter es gut mit mir. Los geht es  mit dem Bus von zuhause bei 14° C, um den Startpunkt für die zweite Etappe, die Fürstenlandbrücke in St. Gallen, zu erreichen.  Die Vulkanasche macht ja keine Probleme mehr und so komme ich ohne Verspätung an meinem Startpunkt an. ;-)

Erst mal alle überflüssigen Klamotten ausgezogen, meinen Forerunner “genordet” und los geht es die ersten paar Hundert Meter an der Strasse entlang, bevor ich auf den Sitterstrandweg abbiegen kann, der mich ein paar Höhenmeter abwärts an die Sitter führt. Ich werde nicht nur ein Stück auf dem Sitterstrandweg, sondern auch  auf dem St. Galler Brückenweg laufen.

Und jetzt endlich kann ich wie andere Blogger auch von Frühlingsboten berichten: Wiesenschaumkraut, blühender Löwenzahn, hellgrüne Blättchen an den Weiden und mit weissen Schleiern geschmückte Obstbäume. Wie schön …

An der “Ganggelibrogg” angekommen mache ich meine ersten Versuche, mich laufend per Selbstauslöser zu knippsen: garnicht so schlecht.

Meine Etappe heute ist wirklich schön zu laufen, profiliert, aber sehr ruhig. Die Sitter fliesst still neben mir her. Auf den gesamten 12+ km begegnen mir lediglich drei Personen: eine mit Kind, eine mit Hund und ein Läufer, die sich heute sehr untypisch verhalten. Normalerweise hätte ich dreimal ein “Grüezi” erwartet, bekommen habe ich nur eines.

Mehrmals komme ich an Schiessständen vorbei: das erscheint mir typisch “schweizerisch” und ich muss an den Frauenfelder Waffenmarsch denken. Gibt es sowas in Deutschland eigentlich auch?

Über einige Höhenmeter verlasse ich die Sitter und hier ändert sich die Landschaft. Ich kann über Wiesen-Wellen in Richtung Bodensee schauen und erfreue mich an der Thurgauer Architektur. Noch etwas typisch schweizerisches entdecke ich: ein Schild zu einer Schweizer Familien Feuerstelle: das sind gepflegte, schön gelegene Feuerstellen, an denen sogar das Holz von der Gemeinde zum Grillen zur Verfügung gestellt wird.

Nach kurzer Strecke durchs Dorf und über Asphalt komme ich am Bahnhof Wittenbach, meinem Ziel, an.

Das war ein schöner Lauf. Allerdings hat mich meine Ausrüstung beim Laufen erheblich gestört. Nicht der Rucksack mit Wasser und Ersatzklamotten etc, sondern mein Bauchbeutel mit Kamera und GPS für die Navigation. Für das nächste Mal muss ich das anders organisieren. Auch das Fotografieren empfinde ich als “Unterbrechung” meines Laufes, als fast lästiges Stop-and-Go. Daran muss ich mich erst gewöhnen.

Gerne hätte ich wie beim letzten Gardasee-Artikel die gpx-Dateien und ein Streckenbild zur Verfügung gestellt. Ich befürchte mein Forerunner ist kaputt. Zumindest fehlen die gpx-Daten und die Knöpfe des bl… Dings reagieren nicht mehr auf meine Eingabe. So ein Sch….

Aber hier noch etwas erfreuliches: die Tour im Bild findet ihr hier.

Nachtrag: und hier noch die rekonstruierte Tour als Strecke, Profil, in GoogleMaps, als kmz und gpx.

Quelle für Karten: Swiss Map